Über das Projekt

Entwicklungsgrafik

Das Ziel der Energiewende ist klar und wird weitgehend unterstützt: eine auf regenerativen Energiequellen aufbauende und klimafreundliche Versorgung mit Strom, Treibstoffen und Wärme, die auch unter turbulenten ökonomischen und klimatischen Rahmenbedingungen und stark schwankenden Einspeisungen funktioniert. Allerdings erweist sich der Weg hin zu einem solchen zugleich nachhaltigen und resilienten Energiesystem immer mehr als kompliziert und schwierig.

Im Rahmen des Projekts „RESYSTRA – Auf dem Weg zu resilienten Energiesystemen“ wird über drei Jahre hinweg anhand der Fallbeispiele ‚Methan als Speicher für erneuerbaren Strom‘ sowie ‚Regionale Selbstversorgung mit Energie‘ untersucht und aufgezeigt, wie genau der schwierige Übergang zu einem nachhaltigen und resilienten Energiesystem geleistet werden kann. Dabei stehen zwar auch, aber nicht vorwiegend technische Innovationen im Zentrum. Die Untersuchungsergebnisse sollen einerseits in ein Modell einfließen, in dem Erfolgsfaktoren für das Gelingen systemischer Innovationsprozesse systematisiert werden. Ziel ist es dadurch, Handlungsempfehlungen zur Beeinflussung der Richtung systemischer Innovationsprozesse ableiten zu können. Andererseits sollen Gestaltungsleitbilder für resiliente Energiesysteme und eine Methodik zur Bewertung möglicher Gefährdungen der Versorgungssicherheit im Kontext einer stärker dezentralen Versorgung und einer Verknüpfung der Energienetze erarbeitet werden. Münden werden die Forschungsergebnisse letztlich in einen Resilienz-Leifaden für regionale Energieinitiativen und ein Pflichtenheft für die Systemintegration von Methan als Speicher.

Die Umsetzung eines resilienten Energiesystems kann nur unter Beachtung von wirtschaftlichen, sozialen und innovationstheoretischen Bedingungen gelingen. Deshalb arbeitet die Universität Bremen im Projekt mit Ökonomen vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung in Berlin, mit Innovationforschern der Universität Stuttgart und mit Experten für die Modellierung sozio-ökonomischer Systeme der TU Delft zusammen, aber auch mit Praxispartnern wie dem Anlagenbauer ETOGAS, dem Energieversorger EnBW, dem Projektierer reon, dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, der Initiative Energiewende Osterholz 2030 sowie der Stadt Wilhelmshaven. (Siehe auch Partner und Förderer)